Erklärung Stress

Stress(engl.: Druck, Anspannung; lat.: stringere: anspannen) ist eine Reaktion des Körpers auf spezifische äußere Reize(Stressoren).

Äußere und innere Anforderungen :

– Tod eines nahen Familienangehörigen, Scheidung, Konflikte, Zeitmangel, Termindruck, Lärm, Geldmangel, Armut, Schulden, falsches Beruf, Verantwortung
- Mobbing am Arbeitsplatz, Mobbing in der Schule
- Schichtarbeit (bewirkt eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus und gesundheitliche Probleme)
- Ständige Konzentration auf die Arbeit (zum Beispiel bei Fließbandarbeit)
- Angst, nicht zu genügen (Versagensangst)
- Soziale Isolation, Verachtung und Vernachlässigung
- Krankheiten und Schmerzen, eigene und die von Angehörigen
- Seelische Probleme, unterschwellige Konflikte
- Schwerwiegende Ereignisse (eine Operation, eine Prüfung)
- Unterforderung, Langeweile und Lethargie

treffen auf innere Bewertungen und Einstellungen:

-  Perfektionismus

–  Harmoniesucht

–  Einzelkämpfertum

und Selbstverstärkende Denkstile:

– Selektiver Verallgemeinung/ Wahrnehmung

– Personalisieren

– Katastrophisieren

führen zu Reaktionen auf

- Körperliche Ebene: Adrenalin/Noradrenalinausschüttung, Herzschlag hoch, Verdauung und Sexualtrieb hoch, Schmerztoleranz steigt, Muskeltonus steigt, Immunsystem produziert mehr Zellen.

- Verhaltensebene: Sucht(Essen, Alkoholmissbrauch, Zigaretten, Sport, Arbeit, Fernsehen etc.), Hektik, Agressionen, soziale  Rückzug, konfuses Arbeitsverhalten.

- Kognitiver und Emotionaler Ebene: Gedächtnisprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Leere im Kopf

Auswirkung auf Gesundheit:

– Alter von 1 bis 5 : Daumenlutschen, Bettnässen, Dunkelangst, Angst vor Tieren, Klammern, Nachtangst, Inkontinenz, Verstopfung, Stottern/Stammeln, Appetitlosigkeit oder Heißhunger, Schwitzen
- Alter von 5 bis 11 : Irritiert sein, Jammern, Klammern, Aggressivität, Geschwisterrivalität, Alpträume, Dunkelangst, Schulangst, Fingernägel kauen, sozialer Rückzug von Gleichaltrigen, Interesselosigkeit, Konzentrationsmangel, Schwitzen
– Alter von 11 bis 14 : Schlafstörungen, Essstörungen, Rebellion daheim, mangelndes Interesse an Aktivitäten Gleichaltriger, Schulprobleme (z.B. Gewaltneigung, Rückzug, Interesselosigkeit, Mittelpunktsstreben), physische Probleme(z. B. Kopfweh, undefinierbare Schmerzen, Hautprobleme, Verdauungsprobleme, sonstige psych. Beschwerden)
- Alter von 14 bis 18  : Psychosomatische Beschwerden, Störungen des Appetits und des Schlafes, hypochondrische Reaktionen, Durchfall, Verstopfung, Störungen der Menstruation, Steigerung oder Senkung des Energielevels, Desinteresse am anderen Geschlecht, Abnahme von Durchsetzungskämpfen mit Eltern, Konzentrationsmangel, Schwitzen.

– Erwachsenen (Schwerpunkte): Gehirn: Abbau von Gehirnmasse, Einschränkung der emotionalen Ebene, Durchblutungsstörungen im Gehirn
Gefühle: Traurigkeit, Ärger, Schuld, Vorwürfe, Angst, Verlassenheit, Müdigkeit, Hilflosigkeit, „Schock“, Jammern, Taubheit, Leere, Hoffnungslosigkeit, Deprivation, Demütigung, Steigerung des aggressiven Verhaltens, Bewegungsdrang, Gereiztheit, emotionsloses Denken.
Kognition: Ungläubigkeit, Verwirrung, Vorurteile, Konzentration, Halluzinationen, Vergesslichkeit.
Körperlich: Übelkeit, Enge in Kehle und Brust, Übersensibilität bei Lärm, Atemlosigkeit, Muskelschwäche, Verspannung von Muskeln, Mangel an Energie, trockener Mund, Magen- und Darmprobleme, zeitbedingte Impotenz, Haarausfall, schlechtes Hautbild, rötliche Augen, verminderte Mimik, Herzstechen, Hörsturz, Gelenkschmerzen, Hautausschlag, Schwächung des Immunsystems, langfristige Störung des Verdauungsprozesses sowie erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt.
Verhalten: verminderte Kreativität, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Geistesabwesenheit, Träume über das Ereignis, Seufzen, Weinen

Stressbewältigung

Stressmanagement kann man lernen :

- aus Büchern oder anderen Medien

- im Einzelunterricht oder im Gruppenunterricht.

- bei speziellen Therapien: Kognitive Therapie,Systematische Desensibilisierung,neuroemotionale Integration mit EMDR, Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion nach Jon Kabat-Zinn, Selbstmanagement, Zürcher Ressourcen Modell, Stressmodell von Lazarus als Problemorientiertes und Emotionsregulierendes Coping, Konfliktmanagement, Coaching, Zeitmanagement etc.

Entsprechende Stressbewältigungstechniken dämpfen die Stressreaktionen bzw. versuchen, diese erst gar nicht entstehen zu lassen. Beispiele:  - Qigong,Yoga, Autogenes Training, Biofeedback, Neurofeedback, Progressive Muskelrelaxation oder Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion

266 Responses to “Erklärung Stress”

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